Vortrag: Wie man die Pflege finanziell vorbereitet

Auf Einladung des Seniorenbeirates Heikendorf hielt Herr Rechtanwalt Menzel, Bad Malente am 7. März 2017 vor 22 Zuhörern einen Vortrag darüber, wie man Pflege  finanziell vorbereitet
– Anspruch auf welche Unterstützung
– mögliche finanzielle Belastungen
– Leistungen der Pflegeversicherung
Er erinnerte daran, das wird häufig vergessen, dass die gesetzliche Pflegeversicherung keine„Vollkaskoversicherung“ ist, sondern nur einen Teil der anfallenden Pflegekosten abdeckt! Bei bis zu ca. 3 800 € oder höher entstehenden Kosten pro Pflegefall wird  in der Regel ein Betrag zwischen 1000 und 1100 € von der gesetzlichen Pflegeversicherung  abgedeckt. Eine zwangsläufig entstehende Deckungslücke müsse anderweitig geschlossen werden, sei es über private Zusatzversicherungen oder unter Einsatz des Privatvermögens. Es ist davon auszugehen, dass die Pflegekosten aufgrund des demografischen Wandels in der Zukunft weiter steigen werden und damit die Deckungslücke anwachsen wird.
Die privaten Versicherungsgesellschaften bemessen die Prämien nach dem Versichertenrisiko und verlangen Angaben zum Alter, Gesundheitszustand usw..  Es gibt daneben eine staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung, die sog. „Pflege-Bahr“, die Gesundheitsprüfungen, Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse nicht erlaubt.  Der Versicherte, der noch keine Pflegeleistungen erhält, kann zusätzlich mit 60 € im Jahr gefördert werden, wenn er selbst mindestens 10 € pro Monat in eine private Pflege-Bahr-Versicherung investiert. Für Niedriglohnverdiener wird diese keine Option sein.
Wichtig ist, sich vor Abschluss einer Pflegezusatzversicherung umfassend beraten zu lassen bei z.B. dem Pflegestützpunkt für den Kreis Plön, der Sozialstation in Heikendorf, der Sozialverwaltung und nicht zuletzt von Versicherungen.
Ein Hinweis gerade für jüngere Menschen. Je eher  eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen wird, desto geringer die anfallende Prämie.

Franke

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