Bericht zum Vortrag – Thema „Palliativ-Medizin“ am 28. März 2019

Ein nicht ganz einfaches Thema, hin und wieder mit Vorbehalten behaftet.

Daher war der Seniorenbeirat umso mehr erfreut und überrascht, dass der Einladung so viele Bürgerinnen und Bürger gefolgt sind, alle bereitgestellten Stühle im Ratssaal waren besetzt.

Herr Schmiedel, Vorstandsmitglied des Fördervereins Palliativmedizin Kiel eV. , machte eine kurze Einleitung und verwies auf die Vorträge von Prof. Dr. med. Dieter Siebrecht und seinem fachkundigen, engagierten Team, die aus der täglichen Praxis über ihre Arbeit berichten würden.

Professor Siebrecht machte deutlich, dass schwersterkrankte Menschen einer besondere Pflege und  Aufmerksamkeit bedürfen, die auf der allgemeinen Krankenhausstation nicht geleistet werden können, weil dort einfach das Personal fehlt. Die Palliativstation des UKSH Campus Kiel verfügt über absolute Fachkräfte, die zu jeder Tages-und Nachtzeit den Patienten hilfreich zur Verfügung stehen.

Diese Rundumversorgung kann zu einem großen Teil nur durch Spendenbeiträge des Fördervereins für Palliativmedizin Kiel e.V. realisiert werden.

Weiter berichteten Mitarbeiterinnen z. B. dass durch gezielte Aromatherapien den Patienten Annehmlichkeiten zum „Wohlfühlen“ vermittelt werden. Erforderlich sind zusätzlich psychologisches und pflegerisches Fachwissen, verbunden mit Wärme und Verständnis in einer Atmosphäre, die Halt und Sicherheit gibt. Kunst-und Musiktherapeuten runden das vielfältige Angebot ab.

Aber auch die  Angehörigenbegleitung  ist ganz wichtig. Hier wird psychologische Unterstützung verbunden mit Rat und Tat angeboten.

Das Projekt „Wundervoll“ ist verhältnismäßig jung in der Palette der Zuwendungen. Hier wird gemeinsam mit den Johannitern versucht, besondere Wünsche der Patienten zu realisieren. Es wurde eine  Auswahl von Unternehmungen dargestellt angefangen von einer letzten Schifffahrt, einem Flug über Kiel, Familienfeiern, stechen eines Tartu bei einem jungen Mann, der von seinen Eltern nie die Genehmigung dazu bekam und jetzt seinen Wunsch mit Hilfe des Projektes „Wundervoll“ realisieren konnte.

Alle Vorträge sowie die anschließenden Fragen der Bürger wurden voller Engagement und Freude gehalten bzw. beantwortet. Zur abschließenden, umfassenden Information lagen beim Verlassen des Ratssaales kleine Prospekte incl. Beitrittserklärungen, Nennung des Spendenkontos des Fördervereins für Palliativmedizin Kiel e.V. aus.

Wir danken allen Beteiligten und besonders den Bürgerinnen und Bürger, die so zahlreich dieser Veranstaltung beigewohnt und mit Leben erfüllt haben.

Monika Richter
Seniorenbeirat Heikendorf

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